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TATORT III: Übergangsphänomene


Um das Ateliergebäude Bullerdeich 12-14 im Kraftwerk Bille entsteht ein wachsendes Ausstellungs- und Aktionsareal. Für TATORT III, der dritten Standortbestimmung am Bullerdeich, haben Künstler*innen aus den Gemeinschaftsateliers Arbeiten, Installationen und Konzepte zum Außenraum entwickelt. Hirofumi Fujiwara postiert eine menschliche Figur wie einen stillen Beobachter in einer Nische im offenen Durchgang zwischen zwei Gebäudeteilen. Wie verhält sie sich zu diesem Ort? Ihr Ausdruck ist indifferent, der Blick unbestimmt, eine Lebensgeschichte ist kaum ablesbar. Oder finden sich Spuren? Mehrere Türen und eine Schaukel sind die Hauptelemente einer großformatigen Konstruktion, die Tomasz Kielbasa erarbeitet. Als Durchgangssituation vor der Fassade am Bullerdeich 12 leitet sie zu den weiteren Aktionsorten über. Sie lädt zu Überlegungen ein, die Übergangsphänomene in den Blick nehmen: Übergänge zwischen offenen und geschlossenen Räumen, zwischen Räumen unter freiem Himmel, zwischen benachbarten Räumen, kulturellen Räumen, Bewegungsräumen, Zeiträumen, symbolischen Räumen. An dem Wochenende 14. Und 15.08. steht die Installation den Betrachter*innen zur Verfügung, um eigene Übergangssituationen erinnern oder imaginieren und in Bewegung setzen zu können. Thomas Majors Interaktion „Synapse“ zielt darauf, die Kunst-Sinne zu unterstützen und die Sensibilität mittels Farbe in verschiedenen Darreichungsformen anzuregen – nachhaltig, ungiftig und vollständig abbaubar. Die Synapsen werden wieder aktiviert. Besondere Aktionstage sind am 01.08., 08.08. und 14./15.08.2021. Lauschen an der Wand: Eine aus dem 2. Stock, aus dem Atelier von Erdmute Prautzsch, bis auf Kopfhöhe der Fußgänger verlegte Rohrleitung überträgt durchgehend (ab 03.08., täglich 24 Stunden) das von der Künstlerin gesungene Lied: „In meinem Zimmer“ – eine deutsche Adaption des Songs „In my room“ von den Beach Boys. Im Vorbeigehen und kurzen Innehalten entsteht eine überraschende Teilhabe an dem sonst hinter den Backsteinmauern verborgenen Leben. Der Tears Club ist eine soziale Plastik und Skulptur im Sinne des Hinzufügens und Abtragens, ein luftiges Gebilde, beweglich, jedoch mit einem stabilen Grundgerüst. Wie Regentropfen, die weiterfließen und ihren Zustand verändern, aber sich auf molekularer Ebene ähneln und zusammenhängen. Mit der ephemeren Installation „Tears on ice“ von Mieke Bührs und Inge Förtsch feiert der Tears Club die Vergänglichkeit des Stillstands. Eistränen glitzern in der Abendsonne und zerschmelzen langsam vor dem Hintergrund der Backsteinmauern. Mit „Revisiting Tour II“ setzt Christoph Rauch sein Rechercheprojekt im Gebiet um das Kraftwerk fort. In der Ausstellung sind Entwicklungslinien des Ortes visuell und narrativ verwoben. Lose Enden an Bild- und Textfundstücken bilden Verknüpfungen, neue Befunde werden mit den Teilnehmenden auf der „Revisiting Tour“ ermittelt (am 08.08., 15 Uhr).TATORT III, vom 31. Juli bis zum 15. August 2021.

Zum tagesaktuellen Programmdie weiterfließen und ihren Zustand verändern, aber sich auf molekularer Ebene ähneln und zusammenhängen. Mit der ephemeren Installation „Tears on ice“ von Mieke Bührs und Inge Förtsch feiert der Tears Club die Vergänglichkeit des Stillstands. Eistränen glitzern in der Abendsonne und zerschmelzen langsam vor dem Hintergrund der Backsteinmauern.Mit „Revisiting Tour II“ setzt Christoph Rauch sein Rechercheprojekt im Gebiet um das Kraftwerk fort. In der Ausstellung sind Entwicklungslinien des Ortes visuell und narrativ verwoben. Lose Enden an Bild- und Textfundstücken bilden Verknüpfungen, neue Befunde werden mit den Teilnehmenden auf der „Revisiting Tour“ ermittelt (am 08.08., 15 Uhr).TATORT III, vom 31. Juli bis zum 15. August 2021.Zum tagesaktuellen Programm